Zähler

213972 Besucher

Buchtipps

Image of Abgefahren: In 16 Jahren um die Welt

Crazy days in Uyuni

Uyuni wirkt auf den ersten Blick nicht gerade sehr einladend-die meisten Strassen bestehen aus Staub, Dreck und Müll, lediglich der ein grosser Platz im Zentrum ist einigermassen schön angelegt.

Uyuni

Die Menschen sind eindeutig ärmer als in Chile und überall sieht man Chollas, die typischen Andenfrauen mit Ihren Hüten. Zunächst wollte ich gar nicht lange bleiben, doch dann traf ich zwei deutsche Jungs wieder die ich kurz an der Grenze in Ollague getroffen habe-aus Datenschutzgründen werden sie im Folgenden The Driver und The Hat genannt. Eigentlich wollten die beiden gleich weiter aber ich konnte sie überreden noch etwas zu bleiben um gemeinsam den Salar de Uyuni zu erkunden. Uyuni liegt auf etwa 3700m und der dauerhafte Aufenthalt auf dieser Höhe machte uns machte uns allen ein wenig zu schaffen-es scheint so als bekomme das Hirn zu wenig Sauerstoff. Am härtesten traf dies wohl The Hat er war eben der Grösste von uns dreien und musste stets mit der dünnsten Luft auskommen. Beim Versuch mehr Sauerstoff nach oben zu bekommen ging er immer wieder etwas in die Knie wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist.

The Hat

Da The Hat kaum noch in der Lage war vernünftige Sätze zu artikulieren besorgte er sich eine ganze Palette von Hüten um damit  seinen Gemütszustand ausdrücken zu können.

The Hat mit Hüten

Hellblauer Hut wie hie im Bild= alles easy. The Driver hatte es in dieser Hinsicht wohl am besten von uns Dreien -obwohl auch er nicht zu den Kurzgewachsenen gehoert, war es wohl das Beste dass er den Wages steuert-er hatte stets die volle Kontrolle-ein Teufelskerl. Im Land Rover der beiden (leider der Freelander) unternahmen wir einen Trip auf den Salzsee. Der Salar de Uyuni hat eine enorme Ausdehnung-er ist etwa dreimal so gross wie das Saarland (wobei wohl kaum einer abschätzen kann wie gross das Saarland ist, vermutlich deshalb wird es gern zu Grössenvergleichen herangezogen). Mann fährt stundenlang ueber das weisse Nichts-egal bei welcher Geschwindigkeit es wirkt immer gleich. Nach etwa 40min fahrt erreichten wir das Salzhotel-es besteht wie der Name vermuten lässt komplett aus Salz.

im Salzhotel

Nach weiteren 40min  erreicht man die Insel Incahuasi.

Blick von Isla Incahuasi

Incahuasi ist ein von tausenden Kakteen beachsener Vulkanfels. Nach einer stundenlangen Odysee über den Salar kehrten wir erfolgreich zurüch nach Uyuni-wir fühlten uns wie echte Tourguides. Die “normalen” Touristen von Uyuni nutzen in der Regel Agenturen und lassen sich-ähnlich wie wir- mit Jeeps zu den Sehenswürdigkeiten kutschieren. Dies brachte uns auf die geniale Idee uns selbst als Tourguides auszugeben-eigentlich ja nur um Mädels kennen zu lernen. Gesagt getan, lungerten wir vor den Agenturen in der Nähe unseres Hotels herum, um Damern im rechten Moment abzupassen. Die ersten beiden Mädels bissen an (im Folgenden La Cholla Suiza und La Cholla Franca genannt(Ihr wisst schon Datenschutz)) . Am naechten Tag wollten wir mit Ihnen zu einer Geisterstadt und an warme Becken (zum baden)  fahren. Der Driver übernahm wieder die Kontrolle am Lenkrad, the Hat versuchte sich in der Navigation, warum ich es in diesem Fall vorzog hinten im Wagen zu sitzen könnt Ihr euch sicher denken…ob The Hat die Navigation checkt oder nicht war mir in dem Fall völlig egal.

carliO e las Chollas

Ich direkt neben La Cholla Suiza ;-)

Nach einer halben Stunden Fahrt Richtung Potosi erreichten wir Pulacayo, eine mehr oder weniger verlassene Mienenstadt.

Pulacayo         Nach einer ausgiebigen Besichtigung der Stadt gings auf die Suche nach den warmen Becken. Stundenlang fuhren wir durch eine einzigartige Landschaften. Unterwegs noch eine Reifenpanne gemeistert und eine echte Cholla per Anhalter mitgenommen-La Cholla Suiza sass sich in den Kofferraum-ich neben La Cholla Franca ;-)

Felsen bei tica tica

Wir suchten überall rund um die Stadt Tica Tica nach den warmen Becken, doch stets erfolglos. Ich fand die erfolglose Suche jedoch nicht weiter schlimm-schliesslich sass ich ja schon die ganze Fahrt über neben den wamen Becken ;-)

Start Slide Show with PicLens Lite PicLens

1 comment to Crazy days in Uyuni

  • tille

    du bist schon ein lebemann. erkundest jeden hügel, durchpflügst jedes becken, egal ob ausgetrocknet oder… naja, schlecht, ich weiß.. mir als “eisenbahner” hat natürlich besonders der olle eisenbahnschuppen gefallen. ist die lok wirklich kaum größer als der van daneben?
    aufjedenfall sind wir zurückgebliebenen alle sehr neidisch.
    übrigens echt geile fotos (und du weißt, ich bin kritisch), verlier nicht die motivation auch in zukunft immer welche zu machen.