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Image of Moto Libre: Mit Motorrädern durch Südamerika  sieben Monate Freiheit vom Alltag

1000 Meilen mit Höhen und Tiefen

Nach der ganzen Romantik bin ich noch einen Tag auf Chiloe geblieben und hab noch etwas den Norden erkundet.

chiloe

Gerne wäre ich noch weiter in den Süden der Insel gefahren doch die nicht mehr vorhandene Profiltiefe hat dies nicht mehr zugelassen. Also ging es weiter nach Norden, den Lago Lanquihue, den größten See in Chile wollte ich dennoch besuchen. Das Wetter am See war eher mäßig, abends kam noch ein Sonnenstrahl durch, doch den Vulkan hinter dem See kam leider nie ganz hinter den Wolken vor.

lanquihue

Ein weiterer Grund an diesen See zu fahren waren die Petersens, welche ich mit dem Boy in Punta Arenas kennen gelernt habe. Die beiden haben sich ein Grundstück am See gekauft und leben den (Europäischen) Winter über in Chile-momentan noch in einem Container.

petersens

Absolute Glücksritter-an tollen Ideen mangelt es Ihnen nicht. Das geht von einer Teilnahme bei der Sendung die Auswanderer, über Motorradtouranbieter bis Bed&Breakfast u.v.m.. Ich wünsche den Beiden viel Glück und vielleicht sollten sie doch auch noch spanisch lernen.Wer mal im Sommer auf Föhr ist kann die Beiden dort kennen lernen, einfach nach Bernstein-Uwe fragen und am besten auch was kaufen, Geld können sie brauchen…

Von dieser recht heimisch wirkenden Gegend ging es dann mal wieder nach Rancagua um das Mopped wieder auf Vordermann zu bekommen-Verschleißteile waren verschlissen (Reifen, Kettenblatt, Bremsbeläge, Öl, Öl-Filter, Luftfilter).

Dort wars richtig schön sommerlich mit 35°C doch die Familie Vidal besitzt zum Glück einen Pool so dass man Schrauberei durch kühle Pausen unterbrechen konnte. Vielen Dank nochmal für die Gastfreundschaft.

Von Rancagua bin ich dann mal wieder nach Valparaiso gedüst-ratet mal wer dort war…

Ich war dann mit Angeline beim Karneval…

karneval2

…und am Strand und so…

beach

Irgendwann haben sich unsere Wege dann wieder getrennt und ich bin etwas im Internet rumgesurft und habe die spannenden Dakar-erlebnisse von Rene entdeckt.

http://www.enduristan.com/de/you-ride/customers-on-tour/rene-in-den-anden/dakar.html

Ich habe Ihm dann mal eine Mail auf seiner Homepage hinterlassen, ob man sich nicht mal treffen könnte. Dann habe ich auch noch entdeckt, dass er auch über Valparaiso gekommen ist. Da ich wieder in der Villa Kunterbunt hostierte habe ich Martina gefagt ob sie nicht auch seine Maschine-ebenfalls eine 950er KTM- eingeschifft hatte. Daraufhin schaut mich Martina entsetzt an:“Ja der liegt in Peru in irgend so nem Kaff im Krankenhaus-hatte einen Unfall mit einem LKW-Knochenbrüche- Maschine weg-ich bin schon den ganzen Tag am was organisieren...“. Seine Ex-Mitfahrer haben es eben in einem Forum gepostet, konnten Ihm aber nicht helfen, da sie in Quito festsitzen mit Rückenproblemen und kaputter Maschine…

Da Martina niemand vom Krankenhaus bzw. andere Moppedfahrer in der Nähe erreichen konnte und mir seine Situation recht ausweglos erschien habe ich mich früh morgens auf den Weg nach Norden gemacht.Die aktuellen Nachrichten aus Peru sind jedoch nicht gerade einladend-Regenzeit, Erdrutsche-verschüttete Straßen etc. In La Serena wollte ich nochmal ins Internet um Neues zu erfahren. Dort habe ich zum Glück gelesen, dass das deutsche Konsulat und der peruanische Motorradclub einiges erreichen konnten, er wird zurückgeflogen-die Maschine ist aufgetaucht. Gute Besserung Rene.

Da ich irgendwie das Gefühl hatte, dass die Kathi etwas an Power verloren hatte, bin ich hier zu einem der wenigen KTM Vertragshändler in Südamerika. Ich wollte mal den Vergaser und das Ventilspiel einstellen lassen. Der Mechaniker hat nun wohl die Ursache gefunden. Eine Schlauchschelle war im Ansaugtrakt. Gar nicht gut-dort hat sie wohl am Ventil rumgenagt. Wie das Biest da hin kam ist echt fraglich-muss meinem Händler in der Schweiz passiert sein, denn ich habe nach dem Luftfilterwechsel in Rancagua keine Schelle vermisst. Sehr misteriös…

Ich werde hier wohl mindestens eine Woche festsitzen. Das einzig Gute: Es gibt schlimmere Orte zum festsitzen-hier gibts einen schönen langen Strand und das schönste Hostal in Chile.

Ich werde mir nun noch eine Weile die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und dann über den Paso Agua Negra (4800) mich in Richtung Buenos Aires aufmachen. Nach Peru geh ich dann erst wenn Peru wieder trocken ist ;-)

Hasta luego carliO




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