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Image of Moto Libre: Mit Motorrädern durch Südamerika  sieben Monate Freiheit vom Alltag

Durch die malariaverseuchte Schlammhölle


Manaus gilt als Insel, denn sämtliche Waren müssen mit dem Schiff nach Manaus transportiert werden-es gibt keine Strassen
welche nach Manaus führen. Das stimmt natürlich nicht so ganz, denn wir sind ja über Strassen nach Manaus gefahren, doch diese führt über Venezuela,
wodurch aufgrund des Zolls praktisch keine Waren über Venezuela nach Brasilien eingeführt werden. Wir wollen weiter südwestlich nach Puerto Velho.
Auf den Karten ist auch eine kleine Strasse nach Puerto Velho verzeichnet. Beim erste nachfragen heisst es nach Puerto Velho nur mit dem Schiff,
eine Strasse gibt es nicht…doch unser Herbergsvater klärt uns etwas auf-600km ohne Tankstelle und während der Regenzeit unpassierbar. Da die Regenzeit
gerade vorbei ist wollen wir es wagen. Von einem der Rocker bekommen wir noch Tips mit kilometerangaben. Die Mopeds werden präpariert, neue Reifen werden aufgezogen, allerdings sind wieder einmal nur strassenorientierte Reifen erhältlich-Stollen wären weit besser gewesen wie wir noch erfahren werden.
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Mit 50L Sprit gehts in aller hergottsfrühe gehts auf die erste Fähre auf den Amazonas, welcher kurz vor Manaus durch den Zusammenfluss von Rio Negro (mit colafarbenem Wasser) und dem Rio Solimoes ( Milchkaffefarbe), entsteht.
Während der Fährfahrt ändert aprupt die Farbe des Flusses.
Nach kurzer Fahrt mal wieder ein Platten, eine Schraube in Claudios Hinterrad-gut wenn man ein Skateboard zum abstützen dabei hat…
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Dann die 2. Fähre-etwas kleiner-die Auffahrt etwas trickreicher-doch beide Mopeds erreichen zunächst sicher die Holzplanken.
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Stolz wie Harry fotografieren wir sogleich die Moppeds auf der kleinen Barke. Dann schiebt der junge Fährenbub die Barke an und das fragile Gleichgewicht lässt die Fähre einige wenige Grade zur Seite neigen und das erste kleine Unglück nimmt seinen Lauf…
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Meine Kathie kippt auf Claudios Falcon und der Dominoeffekt wirkt auf die Falcon, diese hängt zum Glück noch an einem Balken der Fähre, so dass die Mopeds zumindes nicht baden gehen.
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Doch ein Benzinkanister hat die Aktion nicht heil überlebt…
Nach kurzer Zeit ändert sich der bisher noch sehr gute Fahrbahnbelag.
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Erste Zweifel am Sinn der Aktion kommen auf.
Der erste Drift geht gerade nochmal gut aus-der lehmige Boden bietet in etwas die selbe Haftung wie Schmierseife auf Eis.
Der 2. Drift…
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Besser wir bleiben in den Spurrillen

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…solange wir darin nicht komplett versinken…

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wir erreichen die 3. Fähre
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Danach gibts mal was zu Mittag-kalte Dose-lecker.
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Gegen 17.00 erreichen wir die erste Funkantenne und beschliessen auf dem Gelände zu übernachten.
Schliesslich befinden wir uns mitten im Dschungel und möchten des Nachts nicht unbedingt deren Fauna kennenlernen.

2. Tag:

Unsere Strecke-ja man kann sagen “unsere” da hier nicht jeden Tag Fahrzeuge fahren-führt über 264 Brücken…

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… deren Zustand variiert.

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Auch am 2. Tag führt der Track weiterhin  durch Schlammlöcher,die Konzentration lässt nach , wir bleiben häufiger stecken ,stürtzen regelmässig-
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-wir sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen, hier muss einer schieben…
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Für den “Schieber”  zieht dies leichte Beeinträchtigungen bezüglich der Sauberkeit nach sich.
Wir werden eins mit dem Schlamm (je ca. 25 unfeiwillige Schlammbäder)
Ein kurzes Bad im Fluss bringt Kühlung.
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Gegen 16.00 bin ich am Ende nach einem der unzähligen Stürtze habe ich keine Kraft mehr,bin dehydriert,
völlig überhitzt, kühle mich in den Pfützen-es ist aus, kein Meter mehr.
Wir sind mitten auf der Strecke, kein schützender Sendemast in Reichweite-wir campen auf der Strasse.
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Unser Trinkwasser geht zur neige, kein sauberer Fluss in Sichtweite-mit Tabletten bereite ich Pfützenwasser auf.
Wir kochen noch einen Nudeltopf und dann bricht die Nacht herein.

3.Tag:

Froh, nicht vom Jaguar oder einer Anakonda gefressen worden zu sein, starten wir in den nächsten Tag-es regnet juhu.
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Eine Schlange hat Vorfahrt, man weiss ja nie ob die Spass versehen..
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Die Brücken sorgen bei Regen für die kleine Extraportion Adrenalin…
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Gegen 14.00 haben wir endlich wieder Teer unter den Schlappen.
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Das erste Bushrestaurant-die haben Benzin und Bier!!!
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Zurück in der Zivilisation-war doch ein Kinderspiel ;-)
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