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Image of Abgefahren: In 16 Jahren um die Welt

Durch die malariaverseuchte Schlammhölle


Manaus gilt als Insel, denn sämtliche Waren müssen mit dem Schiff nach Manaus transportiert werden-es gibt keine Strassen
welche nach Manaus führen. Das stimmt natürlich nicht so ganz, denn wir sind ja über Strassen nach Manaus gefahren, doch diese führt über Venezuela,
wodurch aufgrund des Zolls praktisch keine Waren über Venezuela nach Brasilien eingeführt werden. Wir wollen weiter südwestlich nach Puerto Velho.
Auf den Karten ist auch eine kleine Strasse nach Puerto Velho verzeichnet. Beim erste nachfragen heisst es nach Puerto Velho nur mit dem Schiff,
eine Strasse gibt es nicht…doch unser Herbergsvater klärt uns etwas auf-600km ohne Tankstelle und während der Regenzeit unpassierbar. Da die Regenzeit
gerade vorbei ist wollen wir es wagen. Von einem der Rocker bekommen wir noch Tips mit kilometerangaben. Die Mopeds werden präpariert, neue Reifen werden aufgezogen, allerdings sind wieder einmal nur strassenorientierte Reifen erhältlich-Stollen wären weit besser gewesen wie wir noch erfahren werden.
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Mit 50L Sprit gehts in aller hergottsfrühe gehts auf die erste Fähre auf den Amazonas, welcher kurz vor Manaus durch den Zusammenfluss von Rio Negro (mit colafarbenem Wasser) und dem Rio Solimoes ( Milchkaffefarbe), entsteht.
Während der Fährfahrt ändert aprupt die Farbe des Flusses.
Nach kurzer Fahrt mal wieder ein Platten, eine Schraube in Claudios Hinterrad-gut wenn man ein Skateboard zum abstützen dabei hat…
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Dann die 2. Fähre-etwas kleiner-die Auffahrt etwas trickreicher-doch beide Mopeds erreichen zunächst sicher die Holzplanken.
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Stolz wie Harry fotografieren wir sogleich die Moppeds auf der kleinen Barke. Dann schiebt der junge Fährenbub die Barke an und das fragile Gleichgewicht lässt die Fähre einige wenige Grade zur Seite neigen und das erste kleine Unglück nimmt seinen Lauf…
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Meine Kathie kippt auf Claudios Falcon und der Dominoeffekt wirkt auf die Falcon, diese hängt zum Glück noch an einem Balken der Fähre, so dass die Mopeds zumindes nicht baden gehen.
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Doch ein Benzinkanister hat die Aktion nicht heil überlebt…
Nach kurzer Zeit ändert sich der bisher noch sehr gute Fahrbahnbelag.
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Erste Zweifel am Sinn der Aktion kommen auf.
Der erste Drift geht gerade nochmal gut aus-der lehmige Boden bietet in etwas die selbe Haftung wie Schmierseife auf Eis.
Der 2. Drift…
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Besser wir bleiben in den Spurrillen

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…solange wir darin nicht komplett versinken…

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wir erreichen die 3. Fähre
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Danach gibts mal was zu Mittag-kalte Dose-lecker.
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Gegen 17.00 erreichen wir die erste Funkantenne und beschliessen auf dem Gelände zu übernachten.
Schliesslich befinden wir uns mitten im Dschungel und möchten des Nachts nicht unbedingt deren Fauna kennenlernen.

2. Tag:

Unsere Strecke-ja man kann sagen “unsere” da hier nicht jeden Tag Fahrzeuge fahren-führt über 264 Brücken…

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… deren Zustand variiert.

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Auch am 2. Tag führt der Track weiterhin  durch Schlammlöcher,die Konzentration lässt nach , wir bleiben häufiger stecken ,stürtzen regelmässig-
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-wir sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen, hier muss einer schieben…
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Für den “Schieber”  zieht dies leichte Beeinträchtigungen bezüglich der Sauberkeit nach sich.
Wir werden eins mit dem Schlamm (je ca. 25 unfeiwillige Schlammbäder)
Ein kurzes Bad im Fluss bringt Kühlung.
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Gegen 16.00 bin ich am Ende nach einem der unzähligen Stürtze habe ich keine Kraft mehr,bin dehydriert,
völlig überhitzt, kühle mich in den Pfützen-es ist aus, kein Meter mehr.
Wir sind mitten auf der Strecke, kein schützender Sendemast in Reichweite-wir campen auf der Strasse.
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Unser Trinkwasser geht zur neige, kein sauberer Fluss in Sichtweite-mit Tabletten bereite ich Pfützenwasser auf.
Wir kochen noch einen Nudeltopf und dann bricht die Nacht herein.

3.Tag:

Froh, nicht vom Jaguar oder einer Anakonda gefressen worden zu sein, starten wir in den nächsten Tag-es regnet juhu.
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Eine Schlange hat Vorfahrt, man weiss ja nie ob die Spass versehen..
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Die Brücken sorgen bei Regen für die kleine Extraportion Adrenalin…
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Gegen 14.00 haben wir endlich wieder Teer unter den Schlappen.
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Das erste Bushrestaurant-die haben Benzin und Bier!!!
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Zurück in der Zivilisation-war doch ein Kinderspiel ;-)
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…aus Manaus

Nach dem Grenzübertritt von Venezuela nach Brasilien sind wir noch etwa 2 Stunden weiter bis in ein kleines Städtchen

Namens Rorainopolis.

Am nächsten Tag kamen uns eine Gruppe argentinischer Motorradabenteurer entgegen.

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Bei einem kurzen Plausch gaben sie uns Kontaktadressen von einer Motorradgruppe in Manaus und erwähnten wir sollte uns

unbedingt bei diesen melden, da es wohl sehr nette Gastfreundliche Gesellen seien.

Kurz darauf überquerten wir erneut den Äquator, diesmal von Nord nach Süd…

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und weiter ging die Fahrt durch ein Indianerreservat,

in welchem der Wald noch intakt war, jedoch die Strassenverhältnisse eher mässig.

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Gut wenn man hier ordentlich Profil auf den Reifen hat. Claudio hatte kein Profil mehr, ich war sogar schon auf der Karkasse unterwegs.

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Gegen Abend erreichten wir dennoch Manaus und sind erst einmal in ein Hotel.

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Am Tag darauf haben wir dann die Motorradgruppe

kontaktiert, daraufhin wurden wir sogleich bei Papa Noel, dem Präsidenten des Motorradclubs Viramundo einquartiert.

Bei der Motorradgruppe handelte es sich um beinharte Motorradrocker-28 verschiedene Motorradrockerclubs gibt es allein in Manaus.

Die Gastfreundschafft der Rocker war unglaublich, man gehörte sofort dazu. Bei einer kleinen Inspektion des Motorrades habe ich bemerkt, dass die Mutter,

welche das Ritzel auf der Antriebswelle fixiert, sich löste und durch die Vibrationen das Gewinde der Muttter komplett eliminierte.

Wir haben dann versucht eine solche Mutter in Manaus aufzutreiben, mit wenig Erfolg. Daraufhin haben die Rocker das Moped kurzerhand auf einen Pick Up

verladen und zu einer Bekannten Drehwekstatt gebracht. Dort wurde eine neue Mutter gefertigt-als ich bezahlen will-geschenkt.

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Mit Papa Noel und seiner Bande haben wir dann einen Tagesausflug gestartet. Auf der Fähre über den Rio Negro hat es dann zu regnen begonnen

und bis zur Ankunft am Ziel (2 Stunden später) hat es auch nicht aufgehört. Um Manaus gibt es 2 Jahreszeiten: die Regenzeit und die etwas weniger Regen-zeit in der wir uns gerade befinden.

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Aber -vale la pena-es war nicht umsonst.Rosa Flussdelfine zum mitschwimmen.

Auf dem Rueckweg entdeckten wir noch diese gruene Natter.

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Also-bis zum naechsten Abenteuer-es geht tief in den Dschungel…

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Hugos wildes Land


Ein gewisser Hugo hat es geschafft, das einstige Touristenparadies Venezuela in einen Bankrottstaat zu verwandeln-kaum einer rät einem derzeit Venezuela zu besuchen-ein Grund mehr fuer den Abenteuerer es doch zu wagen.
Die Wirtschafft des Landes ist am Boden (von der Petrolindustrie einmal abgesehen) sehr viele  ehemaliger Restaurants entlang unserer Route waren verschlossen und mit Brettern vernagelt-die verbleibenden Kneipen sind komplett vergittert, so dass man sich als Gast wie im Gefängnis fühlt. Selbst die einheimische Bevölkerung gibt zu, dass das Land alles andere als sicher ist…
Aber der Reihe nach:
Der letzte Blog endete am Cabo de la Vela, auf der Rückfahrt vom Kap hat es dann über Nacht schön geregnet, so dass die Piste sauglett wurde.
Claudio hat dies in dem Moment dann auch bemerkt.
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da vorher an seinem Gepäcksystem gebrochen war musst nun ein lokaler Schweisser aufgesucht werden.
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Danach gings dann zur Grenze, davor haben wir noch in Kolumbien Geld gewechselt (Geldautomaten funktionieren in Venezuela nicht…) mit einem Kurs von 1:4 (Dollar: Venezuelanische Bolivares) der offizielle Kurs ist 1:2,5 als wesentlich schlechter-doch gleich hinter der Grenze in Venezuela hätten wir 1:6,5 bekommen-suboptimal gewechselt also aber egal.

An der venezuelanischen Grenzstation waren wir um 12.15-schlechte Zeit, denn bis 14.00 machen die Grenzer Mittagspause (im Normalfall kommen ja keine Touristen).
Irgendwann um 15.00 waren wir dann on the road.



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Hostels bzw. Hotels sind Mangelware oder sehr teuer, so haben wir gegen 17.00 angehalten und Claudio hat eine Familie gefragt, ob wir bei Ihnen im Garten zelten können-ja durften wir. Sehr nette Leute, haben uns noch Abendessen gemacht.

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Einer unsere Hauptgründe, durch Venezuela zu fahren ist unser Fernziel Manaus (Brasilien) und da von Kolumbien keine Route nach Manaus führt, muss man über Venezuela.So haben wir prinzipiell zugesehen, möglichst schnell das Land zu durchqueren und das Landesinnere hat vor allem in Norden nicht viel sehenswertes. Einzigartig für den Motorradtouristen sind die venezuelanischen Spritpreise-zum Mitrechnen:
1L 1a 95er kostet 0,097 Bolivares geteilt durch 5 (mittlerer Dollarwechselkurs)=weniger als 0,02 USD. Eine Tankfüllung ist also für etwa 20 Eurocents zu haben. Dies erklärt die unglaublich dichte an 60er-70er Jahre V8 Motoren aus den Staaten.
An einer Tankstelle war unglaublich viel Militär-anstatt des Tankwarts kam ein Soldat oder Hauptmann oder so was zu mir und Tankte mir voll. Als ich bezahlen will meint er nur harsch ich solle nun losfahren-bei Claudio das selbe-wenn Dir ein fremder Mann eine Takfüllung schenkt…
Die weiteren 2 Nächte haben wir in billigen Hotels verbracht, die normalerweise für andere Zwecke benutzt werden-Stichwort: Bezahlung nach Stunden…
Am 4. Tag hat uns dann wiedermal ordentlich der Regen erwischt,



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dabei wäre die Landschafft nun  endlich interressant geworden- die Gran Sabana ist fast Menschenleer und ein ehemaliges Touristenziel mit vielen Wasserfällen und den Tafelbergen.


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An der Grenze nach Brasilien kamen wir wieder exakt um 12.15 an-Ihr wisst was das heisst…

Wir sehen uns in Brasilien

Euer carliO

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